E-Mail vom 05.03.2017 an

BMVI, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

und diverse Behörden, Politiker und Institutionen:

Sehr geehrter Herr Minister Dobrindt!

Den als Anhang beigefügten Flyer haben wir in Straßenhaus und Umgebung verteilt um deutlich zu machen: Hier wird ein Tunnel gebraucht, der alle Probleme des Verkehrs auf der Ortsdurchfahrt behebt, ohne gleichzeitig Nachteile für andere Mitbürger zu verursachen.

Die geplante sogenannte Ortsumgehung würde das Gegenteil bewirken:

- Der Verlauf zwischen den Ortsteilen zerschneidet die Gemeinde für ewige Zeiten.

- Außerhalb der Norm liegende Steigungen und Gefälle bedeuten noch mehr Lärm und Luftverschmutzung.

- Kurven und mehrere Fahrbahnwechsel (dreispurig / zweispurig) erhöhen die Unfallgefahren.

   --- Siehe Rengsdorf: Dort haben die Unfälle an Häufigkeit und Schwere stark zugenommen. ---

- 31.000 qm Wald würden verloren gehen.

- Landwirtschaftliche Flächen würden zerstört.

- Wildtiere würden dezimiert.

- Naherholungsgebiete gingen verloren.

- Reine Wohngebiete in nur 37 bis 90 m Abstand von der Trasse würden neu belastet.

   --- DIN 18005-1 wird nicht eingehalten. 450 m Abstand wären nötig für Lärmbeschränkung auf 45 dB. ---

- Etwa 80 Wohnhäuser würden bis zu 50 % an Wert verlieren, einige würden sogar unverkäuflich.

   --- Das Grundgesetz sieht eigentlich vor, dass der Staat das Eigentum der Bürger zu schützen hat! ---

Auf 61 Mio. € wurden die Tunnelkosten mit einer Abwehr-Studie hochgetrieben, aber die Kosten für die Umgehung wurden kleingerechnet: Nur 16,8 Mio. € wurden zum Bundesverkehrswegeplan angemeldet. Laut Veröffentlichung der NRW-Finanzbehörde kostet ein Meter Straße 11.300 €. Bei drei km Länge ergeben sich für die Ortsumgehung schon mehr als 33 Mio. €; hinzu kommen zwei aufwändige Anschlussbauwerke mit großen "Ohren" plus sechs Brückenbauwerke - eines davon soll 109 m lang werden.

Die vorgelegte Tunnelstudie dagegen macht auf plumpe Art weis, in Straßenhaus würde der teuerste Tunnel Deutschlands benötigt.

Recherchierte Durchschnittskosten etlicher realisierter Tunnelprojekte zeigen: Die Tunnelstrecke von 900 m ist zu den veranschlagten Kosten für die fast drei km lange Umgehungsstrecke zu machen!

Die Bevölkerung braucht Unterstützung - auch Ihre - , um dem Plan-Unsinn ein Ende zu machen und endlich die Vernunftlösung in den Fokus zu rücken. Gerne erfahren wir, welche Möglichkeiten Sie sehen, in diesem Sinne tätig zu werden.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit und für Ihre positive Einflussnahme!

Bürgerinitiative „Zukunft für Straßenhaus“ e.V.

 

PS

Der Flyer-Aktion haben wir den Zustrom einer Reihe von neuen Mitgliedern zu verdanken.

Aus vielen geführten telefonischen und persönlichen Gesprächen war zu entnehmen, dass man mit der Informationspolitik im Zusammenhang mit der Verkehrslösung sehr unzufrieden ist - zumal es die letzte Veröffentlichung auf der Homepage der Ortsgemeinde im August 2013 gab.

... und hier die Antwort vom BMVI:

Antwort vom BMVI, 05.04.2017
BMVI_20170405.pdf [131.1 KB]


Brief vom Rechtsanwalt der BI an 

BMVI, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur


 

Einwände an BMVI Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Korrespondenz mit Ministerien, Behörden usw.

Öffentlichkeitsbeteiligung: Einwände an BMVI von Mitgliedern der BI 

BVWP_2030_Einw1.pdf [138.1 KB]
BVWP_2030_Einw2.pdf [122.8 KB]

 

 


... und vom BUND


 

 

 Anwalts-Brief  vom 15.02.2016  an  BMVI 

Früherer Schriftwechsel:


K

 

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