Am 18. April 2026 fand die ordentliche Mitgliederversammlung (oMV) der Bürgerinitiative „Zukunft für Straßenhaus“ e.V. statt. Die Sitzung wurde vom ersten Vorsitzenden Herbert Krobb geleitet und umfasste neun Tagesordnungspunkte.
Im Rahmen der Formalien wurde nach dem Bericht der Kassenprüfer die Entlastung des Vorstandes beschlossen. Die Prüfer bestätigten eine ordnungsgemäße und einwandfreie Abwicklung sämtlicher Zahlungsein- und -ausgänge.
Ein wesentlicher Tagesordnungspunkt war die Vorstellung eines Strategiekonzepts zur Vorbereitung einer Klage im laufenden Planfeststellungsverfahren zur Ortsumgehung (OU) B256 in Straßenhaus. Gemeinsam mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) beabsichtigen betroffene Anwohner, gegen die geplante Baumaßnahme vorzugehen. Ziel ist es, die Umsetzung der Ortsumgehung in der derzeitigen Form zu verhindern und eine umweltverträglichere Lösung ohne vermeidbare Belastungen durch Lärm, Abgase und Verschmutzung zu erreichen.
Zur Finanzierung der Verfahrenskosten liegen bereits erste Spendenzusagen vor; weitere werden erwartet. Hintergrund sind die erheblichen Belastungen, die sich aus der aktuellen Planung für die Bewohner von mehr als 80 Häusern entlang der vorgesehenen Trassenführung ergeben würden. Auch die neu errichtete Kindertagesstätte „Schöne Aussicht“ ist aufgrund des geringen Abstands zur geplanten Trasse in besonderem Maße betroffen.
Darüber hinaus wurde eine Änderung der Vereinssatzung beschlossen. Diese regelt, dass im Falle der Beendigung der Vereinstätigkeit verbleibende Mittel ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige, mildtätige oder dem Umwelt- und Naturschutz dienende Zwecke zu verwenden sind.
Aus familiären Gründen legte der zweite Vorsitzende Daniel Konrad sein Amt nieder. Zum neuen zweiten Vorsitzenden wurde Ewald Kallscheid einstimmig gewählt.
Weiterhin wurde eine Mitteilung der Polizeiinspektion Straßenhaus bekanntgegeben:
„Im Zeitraum vom 01.01.2020 bis 31.12.2024 ergaben sich für die Ortslage Straßenhaus im Bereich der B 256 keine Unfallhäufungsstellen oder -linien. Im Jahr 2025 entwickelte sich der Einmündungsbereich B 256/Ringstraße mit sechs Verkehrsunfällen zu einer Unfallhäufungsstelle. Bei fünf Unfällen handelte es sich um Auffahrunfälle, bei einem Unfall kam es zur Kollision mit einem parkenden Fahrzeug. Unfälle mit der Unfallursache Geschwindigkeit konnten in diesem Bereich nicht festgestellt werden.“
Herbert Krobb, BI-Vorsitzender

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